V65GE Optima Ontour Edition 2020: 50A-Haupsicherung Aufbaubatterie durchgebrannt

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05 Jul 2020 07:31 #72832 von FRODO
Hallo Marcus,

dem Typen mit dem Expedionsfahrzeug würde ich, genauso wie Deinem Händler, nicht über den Weg trauen.

Um eine 50a durchzuschmelzen bedarf es schon einer Menge Belastung. Mit einem Draht verlegst Du das Problem auf die Kabel, welche dann anstelle der Sicherung irgendwo durchbrennen werden. Ein größerer Schaden, eventuell ein Kabelbrand, sind dann nicht mehr auszuschließen.

Irgendwo ist da ein „dicker Bock“ in der Verkabelung und das muss dringend von dem Betrieb überprüft werden, der diese zusätzliche Ausrüstung eingebaut hat.

Vielleicht legst Du den Ladebooster zur Sicherheit erst einmal tot. Sollte irgendwo am Gerät eine Sicherung sein.

Es ist leider bekannt, dass manche Händler Nachrüstungen vornehmen, obwohl Ihnen teilweise die einfachsten Grundkenntnisse in Elektrik fehlen. Da werden die waghalsigsten Verkabelungen verbaut, notwendige Querschnitte ignoriert und, wenn es nicht exakt wie auf dem „Beipackzettel“ dargestellt eingebaut werden kann, mit irgendwelchen laienhaften Tricksereien versucht, eine Funktion hinzukriegen.

Auch wenn ich die übertriebenen Kommentare in den WCS Videos auf YouTube gar nicht mag, kann man anhand der Darstellungen aber sehr gut sehen, was da teilweise für gefährliche und katastrophale Sachen in Fahrzeugen passieren.
Die Leute bei WCS sind Profis und haben tagtäglich solche Reparaturen im Auftrag, bei denen man aufgrund der zuvor gemachten Arbeiten durch Händler nur die Hände über dem
Kopf zusammenschlagen kann.

Gruß
Olaf

1985 - VW T2 "Bulli"
1991 - CI Autohome MK III auf FORD Transit "Free Willy"
1997 - IVECO TurboDaily Kasten hoch/lang "Le Petit Prince"
2007 - Hobby 750 FMC auf Ducato 230 / 2,8JTD "Frodo"
2017 - Hobby Toskana Exclusive 750 H FLC/ 3.0 Multijet "Frodo II"

Einmal Womo Sapiens immer Womo Sapiens

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29 Jun 2020 13:12 #72749 von mnagel
Hallo Micha,

ich bin wie Du auch der Meinung, dass da ein Profi ran muss. Die klitze-kleine Herausforderung dabei ist, dass mein Hobby-Händler mit seiner Wohnmobil-Werkstatt wohl nicht den "Professionalisierungsgrad" oder die Motivation hat, den ich mir wünsche. Dieser hat die ganze Umbauerei verbrochen und vermutlich, aufgrund der mit Terminen übervollen Werkstatt, geschludert. Leider bin ich wegen der Gewährleistungsansprüche, die ich gegen ihn habe, noch mindestens 22 Monate an diese Firma gebunden. Danach kann ich mir dann einen "Profi" suchen. Wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt bereits einen anderen "Profi" an das Fahrzeug ranlasse, dann stelle ich dem Händler einen Persilschein aus, und er kann bei weiteren Fehlern immer die andere Werkstatt als Verursacher bezeichnen und sich selber aus der Gewährleistung nehmen. Diesen Gefallen werde ich ihm nicht erweisen.

Das bei Eurem Optima mit werks-eingebauter, zweiter Aufbaubatterie ohne weitere elektrische Zusatzeinbauten die 50A-Sicherung fliegt und dann von mehreren, unglücklichen Umständen gesprochen wird, zeigt mir, dass bei Hobby oder Deinem Hobby-Händler nicht transparent mit dem Kunden umgegangen wird. Das bei meinem Fahrzeug aus dem aktuellen Jahrgang so ein Fehler wiederholt auftritt, deutet auf fehlenden Willen hin, solche Fehler in der Technik dauerhaft zu eliminieren, z.B. durch Verbesserung der Montagequalität, Planung, Auswahl der Komponeten..

Dies sind jetzt alles Vermutungen von mir, aber ich reime mir aus den Informationen, die ich so sammeln kann, mein Bild zusammen.

Gruß aus dem Bergischen Land

Marcus

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29 Jun 2020 07:24 #72748 von Prödeler
Hallo Marcus,

ich hatte vor vier Jahren auch dieses Problem (im Forum vom 17.10.2016 beschrieben). Bin in die Werkstatt gefahren und das empfehle ich dir auch. Warum es zum Abschmelzen der Sicherung kam, habe ich nie erfahren. Der Techniker sprach vom unglücklichen zusammentreffen mehrerer Umstände. Es ist seit dem auch nicht wieder aufgetreten. Wenn es wie bei dir ständig passiert, muss ein Profi ran.

Viele Grüße
Micha

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28 Jun 2020 21:47 - 28 Jun 2020 21:48 #72743 von mnagel
Hallo Hobby-Forum,
mit unserem neuen Wohnmobil Hobby V65GE Optima Ontour Edition 2020 haben wir nun nach dem Corona-Lockdown unsere erste größere Ausfahrt gemacht. Von Wuppertal zur Ostseeküste hoch und an der Nordseeküste wieder zurück gen Heimat. 14 Tage ontour mit 8 Stelllplatz-Stationen. Nach 11 Tage Fahrt mit funktionierender Aufbautechnik haben wir nun ein großes Problem. Die fette 50-Ampere-Sicherung im Jumbo-Flachgehäuse unter dem Beifahrersitz ist mehrmals durchgebrannt. Im Bedienungshandbuch ist diese als "Hauptsicherung Aufbaubatterie" gekennzeichnet. Fehlerbild: Der gesamte Aufbau ist dann stromlos inklusive des Blaupunkt-Navis im Cockpit. Zum Glück konnten uns unterwegs erfahrene Wohnmobilisten, die mit solchen Sicherungen bevorratet waren helfen. Nachdem uns dann 2 mal innerhalb eines Tages die Sicherung durchgebrannt ist, haben wir zwischendurch bei einem Kfz-Teilehandel einen 10er-Pack von den Dingern eingekauft, um unsere Reise noch beenden zu können.

Der Fehler ist immer aufgetreten, wenn wir nach einer Fahrstrecke auf dem Stellplatz angekommen sind. Wenn die Trittstufe dann nicht ausfahren wollten, hieß es jedesmal "Oh No!". Beim Stehen am Platz lief alles problemlos. Bei jeder Fahrtstrecke dann dieses ungute Gefühl.

Unser Wohnmobil hat zwei 95Ah-AGMs als Aufbaubatterien. Von unserem Händler haben wir direkt vor der Auslieferung einen Büttner-Ladebooster MT LB 50 mit 50 Ampere Ladestrom sowie einen Battteriecomputer Büttner MT 5000 iQ nachrüsten lassen. Die Verkabelung, die die Werkstattt fabriziert hat, sieht für mich nicht vertrauenerweckend aus. Diese wird noch beim Händler reklamiert (dazu hatte ich bereits im Forum einen separaten Thread gestartet.

Meine Vermutung ist, dass der Ladestrom von maximal 50 Ampere zuviel für einen direkten Anschluss an die originale Zentralsteuerung von Toptron ist. Bei einer kleineren Spannungsspitze wurde ja dann wie bei uns passiert, die Hauptsicherung durchbrennen. Weiterhin vermute ich deshalb, dass die Werkstatt ein sehr einfaches Anschluss-Schema ohne separates Trennrelais gewählt hat, um mit minimalem Aufwand den Auftrag zu erledigen. Bleibt ja denn mehr an Gewinn für den Händler übrig. Bei der mündlichen Durchsprache der Aufrüstungs-Planung hatte ich auf extra auf meinen Wunsch "Anschluss mit voller 50A-Leistung" hingewiesen - und dass ich keine reduzierte Leistung von 45A über die Limiter-Einstellung der DIP-Schalter wollte.

Hat aus dem Forum jemand bereits ähnliche Erfahrungen machen müssen, dass diese 50A-Sicherung ständig abraucht? Beim Schnorren der Ersatzsicherungen haben mich die anderen Wohnmobilisten immer verständnislos angeschaut und gefragt :"50-Ampere? Mein Gott, was haben Sie den für Verbraucher an Bord! Das ist ja ein gewaltiger Strom!" Ein Typ mit einem Uralt-Expeditionsmobil auf einem UNIMOG-Chasssis gab mir den Tip, die Sicherung mit einem dicken Draht "zu flicken". Manche sind völlig schmerzfrei.

Hat vielleicht noch jemand Kenntnis, an welcher Stelle in der Verkabelung diese 50A-Sicherung sitzt. Einen Leitungssplan mit allen im Fahrzeug verbauten Sicherungen - auch den fliegenden Sicherungen, wie z,B. an der Starter-Batterie und sonstwo im Fahrzeug verteilt sind, bekommt man ja als Kunde nicht. Und ich wollte vor der Reklamation nicht die Sitze von den Konsolen Schrauben, damit der Händler nicht hinterher die Schuld auf meine Schrauberei schieben kann.

Desweiteren: Ist die Bezeichnung "Haupsicherungen Aufbaubatterie" in Bedienungshandbuch eigentlich zutrefffend? Meinem Verständnis nach ist es eher die "Vorsicherung Zentralsteuuerung.

Hoffe, Ihr könnt mir mit Eurem geballten Forum-Wissen den einen oder anderen Tip geben, ob ich mit meiner Vermutung in die richtige Richtung gehe.

Freundliche Grüße aus dem Bergischen Land

Marcus


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